Die Heizkraftwerke, die Vattenfall für Hamburgs Stadtheizung einsetzt, produzieren gleichzeitig Strom und Fernwärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

Dieser Begriff ist fast schon ein Synonym für effiziente Energienutzung geworden. Denn im Gegensatz zu den Kondensationskraftwerken, die ausschließlich Strom erzeugen, holen Heizkraftwerke aus der Primärenergie gut das Doppelte an Nutzenergie heraus.

Strom und Fernwärme für Hamburg

Bei der reinen Stromproduktion verbleibt ein Teil der eingesetzten Energie ungenutzt im abgearbeiteten Restdampf. Seine Temperatur ist für die Fernwärmenutzung zu niedrig: Sie liegt nur wenige Grade über der Kühlwassertemperatur und muss deshalb als nicht nutzbare Abwärme über das Kühlwasser abgeführt werden. Bei der gekoppelten Erzeugung von Strom und Fernwärme dagegen lassen sich die Abwärmeverluste stark reduzieren.

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung werden zwei Verfahrensweisen unterschieden: Heizkraftwerke mit so genanntem Gegendruckbetrieb können Strom und Fernwärme nur in einem festen Verhältnis erzeugen. Das heißt: Bei einem bestimmten Fernwärmebedarf kann auch nur eine ganz bestimmte Strommenge bereitgestellt werden. Ein Heizkraftwerk mit Entnahme-Kondensationsbetrieb ist hingegen so flexibel, dass es im Extremfall entweder nur Strom oder nur Fernwärme erzeugen kann. Der Normalfall liegt zwischen beiden Extremen: Bei hohem Fernwärmebedarf im Winter geht die Stromerzeugung zurück, im Sommer kann überwiegend Strom produziert werden. Nach diesem Verfahren arbeiten die Vattenfall Heizkraftwerke Tiefstack und Wedel. Heizkraftwerke sind daher für die wirtschaftliche Stromerzeugung eine sinnvolle Ergänzung.