Primärenergiefaktor

Zertifizierter Primärenergieeinsatz

Zum 1. Februar 2002 sind die Anforderungen der Wärmeschutz- und Heizungsanlagenverordnung zusammengefasst und verschärft worden. Jetzt sind die beiden Grenzwerte für den baulich bedingten Wärmeverlust sowie den Primärenergiebedarf eines Gebäudes einzuhalten. Ausschlaggebend für diesen Bedarf ist der Primärenergiefaktor. Je niedriger der Faktor, desto effektiver und umweltschonender ist die Energieform.

Zukunftsfähige Fernwärme

Neu ist der Energiebedarfsausweis für Immobilien, der den Wärmeverlust und Primärenergiebedarf eines Gebäudes dokumentiert und für alle Neubauten und größeren Umbauten verpflichtend ist. Befreit werden vom Nachweis des Primärenergiebedarfs kann nur, wer Energieformen nutzt, die zu mehr als 70 Prozent in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden – wie zum Beispiel Fernwärme. Bei der Hamburger Fernwärme liegt der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anteil sogar bei 90,4 Prozent. Das wirkt sich auch günstig auf den Primärenergiefaktor aus: Während der Pauschalwert für Fernwärme 0,7 beträgt, ist er in unserem Hamburger Fernwärmeversorgungssystem mit 0,57 deutlich niedriger. Zum Vergleich: Öl und Erdgas haben einen Pauschalwert von 1,1. Die hohe Effektivität des Hamburger Fernwärmeangebotes ist als eines der ersten in Deutschland zertifiziert worden. Angesichts immer strengerer Bestimmungen belegt dieses Zertifikat auch die Zukunftsfähigkeit der Fernwärme.